§ 24 StVG: Grundlage für Bußgeld, Punkte und Fahrverbot
§ 24 StVG macht Verkehrsverstöße zur Ordnungswidrigkeit. Was der Paragraf regelt, wie hoch die Geldbuße sein darf und welche Vorschriften dazugehören.
Was regelt § 24 StVG?
§ 24 des Straßenverkehrsgesetzes ist die zentrale Bußgeldvorschrift im Verkehrsrecht. Er legt fest, dass ein Verstoß gegen die Verkehrsvorschriften eine Ordnungswidrigkeit ist, wenn er vorsätzlich oder fahrlässig begangen wird. Erfasst sind Verstöße gegen die Verordnungen, die auf dem StVG beruhen, vor allem:
- StVO: Geschwindigkeit, Abstand, Rotlicht, Handy am Steuer und alle anderen Verhaltensregeln.
- FeV: zum Beispiel Auflagen im Führerschein.
- StVZO und FZV: zum Beispiel die überzogene Hauptuntersuchung oder Verstöße rund um Zulassung und Kennzeichen.
Die einzelne Verordnung verweist dann jeweils auf § 24 StVG. In der StVO ist das § 49, der jeden Verstoß einzeln aufführt.
Wie hoch die Geldbuße sein kann
Nach § 24 StVG kann eine Verkehrsordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 2.000 € geahndet werden. Die konkreten Beträge für einzelne Verstöße stehen im Bußgeldkatalog, rechtlich der Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV). Die Werte im Katalog sind Regelsätze für fahrlässiges Handeln. Bei Vorsatz oder Voreintragungen können sie erhöht werden.
Was neben der Geldbuße droht
Die weiteren Folgen eines Verstoßes regeln andere Vorschriften im StVG:
| Folge | Vorschrift |
|---|---|
| Fahrverbot von einem bis drei Monaten bei groben oder beharrlichen Verstößen | § 25 StVG |
| Punkte im Fahreignungsregister | § 4 und § 28 StVG |
| Verfolgungsverjährung von sechs Monaten | § 26 Abs. 3 StVG |
| Bußgeldkatalog als Grundlage der Regelsätze | § 26a StVG |
Seit dem 1. Juli 2026 beträgt die Verfolgungsverjährung für Ordnungswidrigkeiten nach § 24 StVG einheitlich sechs Monate. Die Frist wird durch bestimmte Schritte der Behörde unterbrochen, etwa die Anordnung der Anhörung, und beginnt dann neu.
Abgrenzung zu § 24a und § 24c StVG
Für Alkohol und Drogen am Steuer gibt es eigene Bußgeldvorschriften. § 24a StVG erfasst Fahrten ab 0,5 Promille oder unter dem Einfluss bestimmter Drogen. § 24c StVG regelt das Alkoholverbot für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren. Wer so fährt, dass er fahruntüchtig ist, begeht keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat.
Wer die Verstöße verfolgt
Zuständig sind die Bußgeldstellen, die nach Landesrecht bestimmt werden, etwa Zentrale Bußgeldstellen, Landkreise oder Städte. Das Verfahren selbst richtet sich nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz. Den Ablauf beschreibt der Beitrag zum Bußgeldverfahren.
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Einspruch prüfenRechtsgrundlagen
- § 24 StVG: Verkehrsordnungswidrigkeit
- § 25, § 26 und § 26a StVG: Fahrverbot, Verjährung und Bußgeldkatalog
- § 49 StVO: Ordnungswidrigkeiten nach der StVO