Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg, wo Punkte im Fahreignungsregister gespeichert werden
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Bußgeldkatalog 2026

Bußgeld, Punkte und Fahrverbot für Verkehrsverstöße in Deutschland nachschlagen. Geben Sie einfach ein, was passiert ist, zum Beispiel „31 km/h zu schnell innerorts“.

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Verkehrsstraftaten: Wenn es um mehr als ein Bußgeld geht

Bei diesen Vorwürfen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafe, 3 Punkte und meist der Verlust des Führerscheins.

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Häufige Verstöße und ihre Strafen

Verstoß Bußgeld PunkteP FahrverbotFV
Geschwindigkeit innerorts: 21–25 km/h 115 € 1 -
Geschwindigkeit innerorts: 31–40 km/h 260 € 2 1 Monat1 M.
Geschwindigkeit außerorts: 41–50 km/h 320 € 2 1 Monat1 M.
Rote Ampel: unter 1 Sekunde 90 € 1 -
Rote Ampel: ab 1 Sekunde 200 € 2 1 Monat1 M.
Abstand: unter 3/10 bei über 100 km/h 160 € 2 1 Monat1 M.
Handy am Steuer 100 € 1 -
Alkohol: 0,5 Promille (erstmals) 500 € 2 1 Monat1 M.
Keine Rettungsgasse gebildet 200 € 2 1 Monat1 M.
Ohne Winterreifen bei Glätte 60 € 1 -
HU mehr als 8 Monate überzogen 60 € 1 -
Parken ohne Parkschein ab 20 € - -

PunkteFahrverbot

Regelsätze für Pkw beim ersten Verstoß, ohne Gebühren und Auslagen. Alle Stufen finden Sie auf den verlinkten Seiten.

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Was ist der Bußgeldkatalog?

Der Bußgeldkatalog ist die Anlage zur Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV). Er legt für zahlreiche Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr fest, welches Verwarnungs- oder Bußgeld im Regelfall fällig wird und wann zusätzlich ein Fahrverbot vorgesehen ist. Erlassen wird die Verordnung vom Bundesverkehrsministerium mit Zustimmung des Bundesrates; die Grundlage dafür ist § 26a StVG.

Für die Praxis gibt es zusätzlich den bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog des Kraftfahrt-Bundesamtes. Er ordnet jedem Verstoß eine Tatbestandsnummer zu, die Sie auch in Ihrem Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid finden.

Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte, Fahrverbot

  • Verwarnungsgeld (5 bis 55 €): Für leichte Verstöße, etwa beim Parken. Es fallen keine Gebühren an, und es gibt keinen Eintrag in Flensburg.
  • Bußgeld (ab 60 €): Hier ergeht ein Bußgeldbescheid mit Gebühr und Auslagen. Gegen ihn ist ein Einspruch innerhalb von zwei Wochen möglich.
  • Punkte: Verstöße, die die Verkehrssicherheit betreffen, werden ab 60 € zusätzlich mit ein bis drei Punkten im Fahreignungsregister bewertet. Mehr dazu unter Punkte in Flensburg und im Punktesystem.
  • Fahrverbot: Bei groben oder wiederholten Verstößen sieht der Katalog ein Regelfahrverbot von ein bis drei Monaten vor. Dauer, Beginn und Schonfrist erklären wir auf der Seite zum Fahrverbot.

Was bedeuten die Regelsätze?

Die Beträge im Katalog gehen von gewöhnlichen Tatumständen und fahrlässigem Handeln aus. Behörde und Gericht können davon abweichen: Bei Vorsatz wird der Regelsatz in der Regel verdoppelt, Voreintragungen können ihn erhöhen. Umgekehrt kann etwa ein Augenblicksversagen dazu führen, dass ein Fahrverbot entfällt.

Wo und wann gilt der Bußgeldkatalog?

Der Bußgeldkatalog gilt bundesweit einheitlich. Ein Rotlichtverstoß kostet in Hamburg also dasselbe wie in München. Das gilt auch für Fahrer mit ausländischem Kennzeichen, die in Deutschland geblitzt werden.

  • Tatzeit entscheidet: Maßgeblich ist das Recht, das zum Zeitpunkt des Verstoßes galt. Ändert sich das Gesetz bis zur Entscheidung, wird das mildeste Gesetz angewendet (§ 4 OWiG).
  • Verjährung: Seit dem 1. Juli 2026 beträgt die Verfolgungsverjährung bei den üblichen Verkehrsordnungswidrigkeiten grundsätzlich sechs Monate. Details lesen Sie im Beitrag zur Verjährung des Bußgeldbescheids.
  • Verstöße im Ausland: Dort gilt der deutsche Katalog nicht, sondern das Recht des jeweiligen Landes. Bußgelder aus anderen EU-Staaten können in Deutschland ab 70 € vollstreckt werden, aus Österreich bereits ab 25 €.

Geschichte und Novellen des Bußgeldkatalogs

Der Bußgeldkatalog in seiner heutigen Form ist über Jahrzehnte gewachsen. Lange Zeit arbeiteten die Bundesländer mit eigenen, untereinander abgestimmten Katalogen. Erst 1989 wurden die Regelsätze bundesweit per Rechtsverordnung festgelegt. Seitdem wurde der Katalog immer wieder angepasst:

  1. 1968Aus Verkehrsübertretungen werden OrdnungswidrigkeitenMit dem neuen Ordnungswidrigkeitengesetz werden die meisten Verkehrsverstöße aus dem Strafrecht herausgelöst. Sie werden seitdem mit Verwarnungs- und Bußgeldern geahndet.
  2. 1989Erste Bußgeldkatalog-VerordnungMit der BKatV vom 4. Juli 1989 regelt der Bund die Regelsätze und Regelfahrverbote erstmals verbindlich per Rechtsverordnung.
  3. 2002Neufassung zum EuroZum 1. Januar 2002 tritt eine neu gefasste Verordnung in Kraft, die Beträge werden auf Euro umgestellt.
  4. 2009Höhere BußgelderZum 1. Februar 2009 steigen zahlreiche Regelsätze, unter anderem für Alkohol am Steuer.
  5. 2013Die heutige VerordnungDie Bußgeldkatalog-Verordnung wird neu erlassen. Diese Fassung gilt mit späteren Änderungen bis heute.
  6. 2014PunktereformSeit dem 1. Mai 2014 gilt das Fahreignungs-Bewertungssystem. Der Führerschein ist nicht mehr bei 18, sondern bei 8 Punkten weg.
  7. 2017Handy und RettungsgasseSeit dem 19. Oktober 2017 kostet das Handy am Steuer 100 € und einen Punkt. Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt mindestens 200 €.
  8. 2020Die gescheiterte StVO-NovelleIm April 2020 sollten Fahrverbote für Geschwindigkeitsverstöße deutlich verschärft werden. Wegen eines Formfehlers kehrten die Länder wenige Monate später zu den alten Regelsätzen zurück.
  9. 2021Neuer BußgeldkatalogSeit dem 9. November 2021 sind die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen etwa doppelt so hoch, auch Parkverstöße wurden teurer. Die Grenzen für Fahrverbote blieben unverändert.
  10. 2024THC-GrenzwertSeit dem 22. August 2024 gilt für Cannabis ein Grenzwert von 3,5 ng THC pro Milliliter Blut. Wer darüber liegt, zahlt in der Regel 500 € und erhält einen Monat Fahrverbot.
  11. 2026Kürzere VerjährungSeit dem 1. Juli 2026 verjähren die üblichen Verkehrsordnungswidrigkeiten grundsätzlich nach sechs Monaten.

Häufige Fragen zum Bußgeldkatalog

Was kostet es, wenn ich geblitzt wurde?

Das hängt davon ab, wie schnell Sie waren und ob die Messung innerorts oder außerorts stattfand. Innerorts kosten 21 bis 25 km/h zu viel zum Beispiel 115 € und einen Punkt. Ab 31 km/h innerorts und ab 41 km/h außerorts kommt in der Regel ein Fahrverbot von einem Monat hinzu. Den genauen Betrag finden Sie über die Suche oben oder auf den Seiten zur Geschwindigkeitsüberschreitung.

Was ist der Unterschied zwischen Verwarnungsgeld und Bußgeld?

Leichte Verstöße bis 55 € werden mit einem Verwarnungsgeld geahndet. Dafür fallen keine Gebühren an und es gibt keine Punkte. Ab 60 € erlässt die Behörde einen Bußgeldbescheid. Dann kommen mindestens 25 € Gebühren und 3,50 € Auslagen hinzu, und Verstöße gegen die Verkehrssicherheit werden zusätzlich mit Punkten in Flensburg bewertet.

Ab wann gibt es Punkte in Flensburg?

Punkte gibt es für Verstöße, die die Verkehrssicherheit gefährden und mit mindestens 60 € geahndet werden. Je nach Schwere sind es ein, zwei oder drei Punkte. Wofür es wie viele Punkte gibt und wann sie gelöscht werden, lesen Sie bei den Punkten in Flensburg.

Ab wie vielen Punkten ist der Führerschein weg?

Bei 8 Punkten entzieht die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis. Vorher erhalten Sie bei 4 bis 5 Punkten eine Ermahnung und bei 6 bis 7 Punkten eine Verwarnung. Mehr dazu unter Führerscheinentzug bei 8 Punkten.

Wann droht ein Fahrverbot?

Der Bußgeldkatalog sieht ein Regelfahrverbot von einem bis drei Monaten vor, etwa ab 31 km/h zu schnell innerorts, ab 41 km/h außerorts, bei mehr als einer Sekunde Rot oder bei Alkohol am Steuer. Auch wer innerhalb eines Jahres zweimal mit 26 km/h oder mehr geblitzt wird, muss mit einem Fahrverbot rechnen. Alles zu Dauer und Beginn lesen Sie beim Fahrverbot.

Gelten in der Probezeit strengere Regeln?

Das Bußgeld ist für Fahranfänger gleich hoch. In der Probezeit führt aber ein schwerwiegender Verstoß, zum Beispiel 21 km/h zu schnell oder eine rote Ampel, zu einem Aufbauseminar und zur Verlängerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre.

Wie lange habe ich Zeit für einen Einspruch?

Gegen einen Bußgeldbescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Danach wird der Bescheid rechtskräftig. Den Anhörungsbogen müssen Sie dagegen nicht zurückschicken, Angaben zur Person sind aber Pflicht.

Kann ich prüfen lassen, ob mein Bescheid korrekt ist?

Ja. Über den kostenlosen Blitzer-Check laden Sie Ihren Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid hoch und erhalten eine unverbindliche Ersteinschätzung, ob sich ein Einspruch lohnt.

Weitere Fachbegriffe finden Sie im Verkehrsrecht-Glossar A–Z. Technische Informationen zu Blitzermessungen und Messgeräten sind bewusst nicht Teil dieses Strafenkatalogs und stehen in unserer Messgeräte-Übersicht.

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