Wenn aus einem Verkehrsverstoß eine Straftat wird: Die 7 Todsünden im Straßenverkehr.
§ 315c StGB: Die Grenze zur Straftat
Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, dass bestimmte Verstöße nicht mehr als Ordnungswidrigkeit (Bußgeld), sondern als Straftat gewertet werden. § 315c Strafgesetzbuch (StGB) greift, wenn jemand Leib, Leben oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet.
Die zwei Hauptgründe sind:
- Fahruntüchtigkeit: Durch Alkohol (schon ab 0,3 Promille bei Ausfallerscheinungen!) oder Drogen.
- Die "7 Todsünden": Grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten, z.B. Vorfahrt missachten, falsch überholen, an unübersichtlichen Stellen zu schnell fahren oder auf der Autobahn wenden.
Die Konsequenzen sind drastisch
Anders als beim Bußgeldverfahren drohen hier:
- Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe (in Tagessätzen).
- Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) mit Sperrfrist (nicht nur Fahrverbot!).
- 3 Punkte in Flensburg.
- Oft Regressforderungen der Versicherung (bis zu 5.000 €).
Strafverfahren eingeleitet?
Bei § 315c StGB steht Ihr Führerschein auf dem Spiel. Machen Sie keine Angaben bei der Polizei, bevor Sie nicht mit einem Strafverteidiger gesprochen haben!
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