Führerschein: Was ist der Unterschied zur Fahrerlaubnis?

Der Führerschein ist das amtliche Dokument ein Kraftfahrzeug einer bestimmten Fahrzeugklasse zu führen. Erfahren Sie jetzt, wie lang ein Führerschein gültig ist und was ihn von der Fahrerlaubis unterscheidet.

Veröffentlicht am: 07.11.2025, 08:55 Uhr

Was ist der Führerschein?

Der Führerschein ist das amtliche Dokument, das den Besitz einer oder mehrerer Fahrerlaubnisklassen nachweist. Er ist nach der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in Deutschland und der gesamten EU einheitlich im Scheckkartenformat ausgefertigt. Erlaubt ist das Führen eines Kraftfahrzeugs jedoch nicht durch den bloßen Besitz des Dokuments, sondern durch die Erteilung der Fahrerlaubnis selbst.

Der Führerschein muss gemäß der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) beim Führen eines Fahrzeugs stets mitgeführt werden, um ihn bei Verkehrskontrollen vorzeigen zu können.


Führerschein vs. Fahrerlaubnis: Der Unterschied

Es ist wichtig, die juristische Unterscheidung zwischen der Fahrerlaubnis und dem Führerschein zu kennen, da diese bei Verkehrsverstößen relevant wird:

Begriff Bedeutung
Fahrerlaubnis Die staatliche Genehmigung (die Erlaubnis), Kraftfahrzeuge bestimmter Klassen im öffentlichen Straßenverkehr zu führen. Dies ist der abstrakte Rechtsakt.
Führerschein Das Nachweisdokument im Scheckkartenformat, das die Erteilung der Fahrerlaubnis bescheinigt.

Wird ein Fahrverbot verhängt, verliert der Betroffene die Fahrerlaubnis für eine bestimmte Zeit; er muss den Führerschein bei der zuständigen Behörde in amtliche Verwahrung geben. Bei schwerwiegenderen Fällen (z. B. Entziehung nach dem Punktesystem) wird die Fahrerlaubnis komplett entzogen und der Führerschein eingezogen.


Gültigkeit, Umtausch und Verstoß

Seit 2013 ausgestellte Führerscheine sind in ihrer Gültigkeit auf 15 Jahre befristet. Dies betrifft jedoch nur das Dokument selbst (den Schein), nicht die erworbene Fahrerlaubnis. Die Befristung dient der Aktualisierung von Lichtbildern und Daten. Aktuell findet in Deutschland ein gestaffelter Pflichtumtausch statt, bei dem alte Dokumente in das neue Scheckkartenformat überführt werden.

  • Mitführungspflicht: Wer den Führerschein bei einer Kontrolle (z. B. nach einer Geschwindigkeitsmessung) nicht vorzeigen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarnungsgeld geahndet wird.
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis: Wer fährt, obwohl ihm die Fahrerlaubnis entzogen wurde, begeht eine Straftat nach § 21 StVG. Dies hat weitaus höhere Strafen zur Folge als ein Bußgeld, das durch Blitzer festgestellt wird.
  • Einträge: Im Führerschein sind auch Auflagen und Beschränkungen (z. B. das Tragen einer Sehhilfe) sowie die gültigen Klassen vermerkt.

Die ordnungsgemäße Eichung der Messgeräte spielt indirekt eine Rolle, da nur ein rechtsgültiger Verstoß zu Punkten und damit im schlimmsten Fall zum Entzug der Fahrerlaubnis und der Ungültigkeit des Führerscheins führen kann.


Quellen & weiterführende Glossar-Einträge:

Rechtsanwalt Andreas Junge – Fachredaktion Blitzerkatalog
Geprüft vom Blitzer-Experten

Rechtsanwalt für Verkehrsrecht: Andreas Junge

Der Glossarbeitrag "Führerschein: Was ist der Unterschied zur Fahrerlaubnis?" wurde von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Andreas Junge erstellt.









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