Fahrerlaubnisverordnung (FEV): Wer darf am Straßenverkehr teilnehmen?

Die Fahrerlaubnisverordnung ist ein bundesweit gültiges Regelwerk in Deutschland, dass die Zulassung von Personen im Straßenverkehr regelt.

07.11.2025, 08:45 Uhr Redaktion

Was ist die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)?

Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) ist eine der wichtigsten Rechtsnormen im deutschen Straßenverkehr. Sie regelt im Detail alle Prozesse rund um die Fahrerlaubnis und den Führerschein. Während das Straßenverkehrsgesetz (StVG) den gesetzlichen Rahmen vorgibt, liefert die FeV die genauen Ausführungsbestimmungen.

Sie bestimmt, welche Fahrerlaubnisklassen es gibt, welche Voraussetzungen für deren Erwerb erfüllt sein müssen (z. B. Mindestalter, Sehtest, Erste Hilfe) und welche Pflichten Inhaber einer Fahrerlaubnis haben.


FeV und die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Ein zentraler Bereich der FeV ist die Wiederherstellung der Fahreignung nach schwerwiegenden Verstößen. Die Verordnung legt die Kriterien fest, wann ein Fahrer als ungeeignet angesehen wird, ein Kraftfahrzeug zu führen:

Anwendungsfall der FeV Konsequenz/Voraussetzung
Fahreignung Die FeV definiert die körperlichen und geistigen Anforderungen, die ein Fahrer erfüllen muss.
Entziehung Sie regelt die Gründe für den Entzug der Fahrerlaubnis, insbesondere bei Punkten oder Trunkenheitsfahrten.
MPU-Anordnung Die FeV legt fest, wann die Führerscheinstelle eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) anordnen muss (z. B. bei mehr als 8 Punkten oder wiederholten Alkoholdelikten).
Sonderfälle Sie enthält spezielle Regelungen für ausländische Fahrerlaubnisse und deren Anerkennung in Deutschland.

Wenn ein Fahrer seinen Führerschein verliert, stützt sich die Anordnung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis vollständig auf die Vorgaben der FeV. Schwerwiegende Verstöße gegen die StVO können daher direkt zur Überprüfung der Fahreignung nach FeV führen.


FeV und der Bußgeldkatalog

Auch wenn die FeV nicht direkt Bußgelder festlegt, spielt sie eine Rolle bei der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten. Verstöße gegen die FeV selbst sind oft Ordnungswidrigkeiten, zum Beispiel das Fahren ohne den vorgeschriebenen Führerschein oder das Ignorieren von Auflagen (wie das Tragen einer Sehhilfe).

  • Fahrverbot und Entzug: Die FeV definiert die Kriterien, nach denen ein Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis (gemäß StVG) administrativ umgesetzt wird.
  • Sanktionierung: Die FeV liefert die Grundlage, wann ein Verstoß mit Punkten in Flensburg geahndet wird, wie sie im Bußgeldkatalog festgelegt sind.
  • Kontrolle: Die FeV definiert, welche Dokumente (Führerschein) mitzuführen sind und wer zur Kontrolle der Eignung verpflichtet ist.

Die Verfolgung von Geschwindigkeitsverstößen durch Blitzer führt zwar primär zu Bußgeldern und Punkten nach StVO/StVG, doch ab einer bestimmten Schwere des Vergehens kann die Führerscheinstelle die Fahreignung nach FeV infrage stellen.


Quellen & weiterführende Glossar-Einträge: