Fahrerlaubnisklassen: Welche gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es verschiedene Fahrerlaubnisklassen, auch als Führerscheinklassen, bezeichnet, die bestimmen wer welches Kraftfahrzeug führen darf.
Was sind Fahrerlaubnisklassen?
Die Fahrerlaubnisklassen dienen der systematischen Einteilung von Kraftfahrzeugen, die im öffentlichen Straßenverkehr geführt werden dürfen. Sie sind ein Kernelement der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und stellen sicher, dass Fahrer nur Fahrzeuge führen, für die sie die entsprechende Ausbildung und Prüfung absolviert haben.
Die Klassen sind in Deutschland und der gesamten Europäischen Union harmonisiert, um die gegenseitige Anerkennung der Führerscheine zu gewährleisten. Die bekanntesten Klassen sind B (PKW) und A (Motorrad).
Die wichtigsten Fahrerlaubnisklassen im Überblick
Die Klassen A und B regeln den privaten Pkw- und Motorradverkehr, während die Klassen C und D den gewerblichen Güter- und Personenverkehr betreffen. Die genauen Bestimmungen zu Mindestalter, Leistung und Anhängelast sind in der FeV festgeschrieben.
| Klasse | Beschreibung und Nutzung |
|---|---|
| A (Motorrad) | Umfasst alle Krafträder ohne Leistungsbeschränkung. Vorstufen sind A1 (Leichtkrafträder) und A2 (Motorräder bis 35 kW). |
| B (PKW) | Umfasst Kraftfahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse und maximal 8 Sitzplätze (zuzüglich Fahrersitz). Dies ist die am häufigsten erworbene Klasse. |
| BE (PKW mit Anhänger) | Erweitert die Klasse B um das Führen von Gespannen mit Anhängern über 750 kg, solange die zulässige Gesamtmasse des Anhängers 3.500 kg nicht übersteigt. |
| C1/C (LKW) | Bezieht sich auf Fahrzeuge des Güterverkehrs. C1 gilt für Fahrzeuge zwischen 3.500 kg und 7.500 kg, C für Fahrzeuge über 7.500 kg. |
| D1/D (Bus) | Regelt das Führen von Fahrzeugen zur Personenbeförderung (Busse). D gilt für Busse ohne Beschränkung der Sitzplatzzahl. |
Bei der Erteilung der Fahrerlaubnis können von der Behörde Auflagen oder Beschränkungen in den Führerschein eingetragen werden. Diese sind ebenfalls in der FeV geregelt.
Fahrerlaubnisklassen und Verkehrsverstöße
Die Gültigkeit der Fahrerlaubnisklassen ist direkt an die Eignung des Fahrers geknüpft. Schwerwiegende Verstöße gegen die StVO können zum Entzug der Fahrerlaubnis für alle Klassen führen:
- Punkte: Die im Punktesystem erfassten Strafen, wie sie durch Blitzer festgestellt werden (z. B. Geschwindigkeitsverstöße), gelten klassenübergreifend.
- Fahrverbot: Ein Fahrverbot nach dem StVG führt in der Regel zum vorübergehenden Verlust der Fahrerlaubnis für alle Klassen.
- Wiedererlangung: Nach Entzug muss die Eignung oft durch eine MPU nachgewiesen werden, bevor die Fahrerlaubnis (FeV) für alle Klassen neu erteilt wird.
Das Fahren eines Fahrzeugs ohne die dafür notwendige Fahrerlaubnisklasse stellt eine Straftat dar (Fahren ohne Fahrerlaubnis).
Verstoß, der die Fahrerlaubnisklasse betrifft?
Ein Führerscheinentzug betrifft alle Klassen und kann Ihre Mobilität sowie Ihre berufliche Existenz (insbesondere bei den Klassen C und D) massiv gefährden. Lassen Sie Ihren letzten Bußgeldbescheid sofort prüfen, um einen Punkt oder ein Fahrverbot abzuwenden.
Zur kostenlosen PrüfungQuellen & weiterführende Glossar-Einträge:
- Verordnung: Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).
- Zugehörig: Führerschein.
- Zugehörig: Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).