Neu Neuer Blitzer in Delmenhorst: PoliScan 3R überwacht Tempo und Rotlicht an der Friedrich-Ebert-Allee
Enforcement Trailer in Wünschendorf an der S177 bei Tempo 30
Blitzer

Fester Blitzer kaputt: Hier steht in Wünschendorf der neue Superblitzer

Oliver Godolt, Fachredakteur für Verkehrsrecht bei Blitzerkatalog.org
Oliver Godolt Fachredakteur für Verkehrsrecht

Der stationäre Blitzer in Wünschendorf wurde wegen defekter Sensorik abgebaut. Nun kontrolliert fast an derselben Stelle ein Enforcement Trailer bei Tempo 30 – auf ausdrücklichen Antrag aus dem Ort.

Enforcement Trailer in Wünschendorf an der S177 bei Tempo 30
Nach dem Abbau des stationären Blitzers kontrolliert in Wünschendorf nun ein Enforcement Trailer bei Tempo 30.

Blitzer in Wünschendorf: Das ist neu

  • Alter Blitzer: Der stationäre VDS M5 Speed wurde am 24. August 2026 abgebaut.
  • Grund: Technischer Zustand und defekte Sensorik.
  • Neuer Blitzer: Seit Anfang September steht ein Enforcement Trailer an der S177.
  • Standort: Höhe Ringstraße beziehungsweise Bushaltestelle.
  • Fahrtrichtung: Richtung Eschdorf/Radeberg.
  • Tempolimit: 30 km/h.
  • Besonderheit: Die Kontrolle erfolgt nach Angaben des Landratsamtes aufgrund eines Antrags aus dem Ort.

Kaum ist der feste Blitzer in Wünschendorf verschwunden, wird an fast derselben Stelle wieder die Geschwindigkeit kontrolliert. Der bisherige stationäre Blitzer wurde Ende August wegen technischer Probleme abgebaut. Nun steht an der S177 ein semistationärer Enforcement Trailer.

Der neue Blitzeranhänger befindet sich auf Höhe der Einmündung Ringstraße beziehungsweise der Bushaltestelle und überwacht den Verkehr in Richtung Eschdorf und Radeberg. An der Messstelle gilt weiterhin Tempo 30.

Aktueller Stand: Der Enforcement Trailer wurde Anfang September 2026 in Wünschendorf aufgestellt. Wie lange der Blitzeranhänger an diesem Standort bleibt, hat das zuständige Verkehrs- und Ordnungsamt bislang nicht mitgeteilt.

Warum wurde der feste Blitzer in Wünschendorf abgebaut?

Bis zum 24. August stand nur wenige Meter vom jetzigen Messort entfernt eine stationäre Anlage vom Typ VDS M5 Speed.

Nach Angaben des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge befand sich das Gerät technisch nicht mehr in einem ausreichenden Zustand. Insbesondere die Sensorik funktionierte nicht mehr. Die Behörde ließ die Anlage deshalb abbauen.

Der Blitzer wird allerdings nicht verschrottet. Für rund 50.000 Euro soll die Messanlage umgesetzt und künftig an der B170 in Bannewitz eingesetzt werden.

Der alte Blitzer bekommt einen neuen Standort an der B170

Geplant ist die Wiederinbetriebnahme des VDS M5 Speed an der Kreuzung B170/Boderitzer Straße in Fahrtrichtung Dippoldiswalde. Der Start ist nach bisheriger Planung für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

Der Landkreis begründet den neuen Standort unter anderem mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen. Bei mobilen Geschwindigkeitskontrollen sollen dort bereits Fahrzeuge mit mehr als 90 km/h gemessen worden sein.

Damit führt der Abbau in Wünschendorf nicht zu einer Verringerung der Zahl der Messanlagen: Der alte stationäre Blitzer wechselt nach Bannewitz, während in Wünschendorf nun zumindest vorübergehend ein flexibler Blitzeranhänger übernimmt.

Warum steht schon wieder ein Blitzer in Wünschendorf?

Besonders interessant ist die Begründung für die neue Kontrolle. Auf Anfrage erklärte das Landratsamt, dass die Geschwindigkeitsüberwachung aufgrund eines entsprechenden Antrags aus dem Ort durchgeführt werde.

Das passt zum offiziellen Vorgehen des Landkreises. Auf seiner eigenen Seite zur Verkehrsüberwachung weist das Landratsamt ausdrücklich darauf hin, dass Bürger Hinweise zu Gefahrenstellen einreichen können, an denen Geschwindigkeitsmessungen für erforderlich gehalten werden.

Dabei sollen möglichst der konkrete Ort der Gefahrenstelle und die Zeiten genannt werden, zu denen dort ein besonderes Risiko besteht.

Enforcement Trailer statt festem Blitzer

Für Wünschendorf hat der Anhänger einen entscheidenden Vorteil: Er muss nicht dauerhaft an diesem einen Standort bleiben.

Ein Enforcement Trailer kann mehrere Tage weitgehend selbstständig messen und anschließend an einen anderen Kontrollpunkt umgesetzt werden. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge besitzt nach aktuellen Angaben zwei solcher Blitzeranhänger.

Dadurch lässt sich eine Geschwindigkeitskontrolle auch dann kurzfristig fortsetzen, wenn eine stationäre Anlage ausfällt oder an einen anderen Standort verlegt wird.

Welche Technik steckt im Wünschendorfer Superblitzer?

Das Landratsamt nennt für seine Geschwindigkeitsüberwachung aktuell zwei Messsysteme: den stationären VDS M5 Speed mit Sensortechnik sowie Vitronic PoliScanSpeed als mobil und stationär einsetzbares Lasermessgerät.

Auch bei den Enforcement Trailern des Landkreises wurde in der Vergangenheit PoliScan-FM1-Technik eingesetzt. Eine aktuelle amtliche Zuordnung des konkret in Wünschendorf aufgestellten Anhängers zu einer bestimmten Geräteversion wurde in der jetzigen Standortmeldung allerdings nicht veröffentlicht.

Mehr über die Funktionsweise des Systems finden Sie in unserem Ratgeber zum PoliScan FM1.

Tempo 30 bleibt trotz Abbau des alten Blitzers

Für Autofahrer ändert sich am zulässigen Tempo nichts. Im überwachten Bereich gilt weiterhin 30 km/h.

Der entscheidende Unterschied liegt lediglich in der Art der Messung: Statt des dauerhaft installierten VDS-M5-Speed-Blitzers kontrolliert momentan eine semistationäre Anlage den Verkehr.

Und anders als der alte feste Standort kann der Enforcement Trailer jederzeit wieder umgesetzt werden. Das Verkehrs- und Ordnungsamt hat bislang nicht bekannt gegeben, wie lange das Gerät in Wünschendorf bleiben soll.

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