21 km/h zu schnell außerorts: Bußgeldkatalog 2026

Oliver Godolt – Fachredakteur für Verkehrsrecht bei Blitzerkatalog.org
Oliver Godolt Fachredakteur für Verkehrsrecht Aktualisiert am 03.09.2026, 16:15 Uhr

Bei einem normalen Pkw oder Motorrad sieht der Bußgeldkatalog für 21 km/h zu viel außerorts 100 € Bußgeld und 1 Punkt vor. Ein Fahrverbot ist im Regelfall nicht vorgesehen. Hier sehen Sie den möglichen Gesamtbetrag, die Folgen für Probezeit und Fahreignungsregister und können kostenlos prüfen, ob ein Einspruch möglich ist.

Geschwindigkeitsmessung außerorts bei einer Überschreitung von 21 km/h
Für die Sanktion zählt die vorwerfbare Überschreitung nach Toleranzabzug.

Ergebnis auf einen Blick

Regelsatz für normale Pkw und Motorräder außerhalb geschlossener Ortschaften.

Bußgeld
Bußgeld 100 €
Punkte 1 Punkt
Fahrverbot kein Fahrverbot
Probezeit A-Verstoß
Mit Gebühren 128,50 €

Der Gesamtbetrag berücksichtigt 25 € Gebühr und 3,50 € Zustellauslage. Weitere Auslagen oder Abweichungen im Einzelfall sind möglich.

Welche Strafe droht bei 21 km/h zu schnell außerorts?

Bei 21 km/h zu viel außerorts beträgt das Bußgeld 100 €. Zusätzlich wird 1 Punkt im Fahreignungsregister eingetragen. Ein Fahrverbot ist nach dem Regelsatz noch nicht vorgesehen.

Die Werte gelten für fahrlässig begangene Verstöße ohne zusätzliche Gefährdung oder Sachbeschädigung. Bei Vorsatz, besonderen Fahrzeugarten oder weiteren Umständen kann die Sanktion abweichen.

Bußgeldtabelle für Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts

Die hervorgehobene Zeile zeigt den Bereich, in den eine Überschreitung von 21 km/h fällt. Mit dem Schalter können Sie bei Bußgeldern den typischen Betrag einschließlich Mindestgebühr und Zustellauslage anzeigen.

Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für normale Pkw und Motorräder außerorts
Überschreitungkm/h PunkteP FahrverbotFV Einspruch
0–10 20 € 0 kein Fahrverbot meist Verwarnung
11–15 40 € 0 kein Fahrverbot meist Verwarnung
16–20 60 € 0 kein Fahrverbot Jetzt prüfen
21–25 100 € 1 kein Fahrverbot Jetzt prüfen
26–30 150 € 1 kein Regelfahrverbot* 1 M.* Jetzt prüfen
31–40 200 € 1 kein Regelfahrverbot* 1 M.* Jetzt prüfen
41–50 320 € 2 1 Monat 1 M. Jetzt prüfen
51–60 480 € 2 1 Monat 1 M. Jetzt prüfen
61–70 600 € 2 2 Monate 2 M. Jetzt prüfen
über 70 700 € 2 3 Monate 3 M. Jetzt prüfen

* Bei Verwarnungsgeldern bis 55 Euro fallen bei fristgerechter Annahme regelmäßig keine Gebühren des Bußgeldbescheids an. Die Schalteransicht zeigt den Betrag, falls ein Bußgeldbescheid mit Mindestgebühr und Zustellauslage ergeht.

** Kein Regelfahrverbot für Ersttäter. Ein Monat kann nach der Wiederholungstäterregel hinzukommen.

Was ändert sich bei einem km/h mehr oder weniger?

Schon ein km/h weniger führt in einen anderen Sanktionsbereich

Bei 20 km/h zu viel gilt: 60 €, keine Punkte, kein Fahrverbot. Bei 21 km/h gelten dagegen 100 €, 1 Punkt, kein Fahrverbot.

Maßgeblich ist die Überschreitung, die nach dem Toleranzabzug als vorwerfbarer Wert verbleibt.

21 km/h zu schnell: Beispiele für verschiedene Tempolimits

Die folgende Tabelle zeigt, welche vorwerfbare Geschwindigkeit nach Toleranzabzug zu einer Überschreitung von 21 km/h führt. Sie rekonstruiert nicht den ursprünglichen Messwert vor dem Abzug.

Erlaubt Geschwindigkeit nach Toleranzabzug
70 km/h 91 km/h
80 km/h 101 km/h
100 km/h 121 km/h
120 km/h 141 km/h
130 km/h 151 km/h

Welche Gebühren kommen zum Bußgeld hinzu?

Zum Bußgeld von 100 € kommen bei einem Bußgeldbescheid regelmäßig Gebühren hinzu. Die Gebühr beträgt fünf Prozent der festgesetzten Geldbuße, mindestens jedoch 25 Euro. Hinzu kommen regelmäßig 3,50 Euro für die Zustellung. Daraus ergibt sich hier ein typischer Gesamtbetrag von 128,50 €.

1 Punkt für 21 km/h zu schnell außerorts

Für diese Überschreitung werden 1 Punkt im Fahreignungsregister eingetragen. Ein Punkt wird grundsätzlich nach zwei Jahren und sechs Monaten getilgt; bei zwei Punkten beträgt die Tilgungsfrist grundsätzlich fünf Jahre. Maßgeblich sind die gesetzlichen Voraussetzungen und der konkrete Registereintrag.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zu Punkten in Flensburg.

21 km/h zu schnell außerorts in der Probezeit

Ab 21 km/h über dem Tempolimit wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung regelmäßig mit mindestens einem Punkt bewertet und gilt in der Probezeit als schwerwiegender A-Verstoß. Bei einem ersten rechtskräftigen A-Verstoß ordnet die Fahrerlaubnisbehörde regelmäßig ein Aufbauseminar an; außerdem verlängert sich die Probezeit um zwei Jahre.

Ausführlicher erklärt dies unser Ratgeber zur Probezeit.

Wie wird der Toleranzabzug bei 21 km/h zu viel berücksichtigt?

Bei der amtlichen Geschwindigkeitsüberwachung wird vom geeichten Messwert regelmäßig die Verkehrsfehlergrenze abgezogen: bis einschließlich 100 km/h sind dies 3 km/h, bei Messwerten über 100 km/h 3 Prozent. Erst die danach verbleibende Geschwindigkeit wird dem geltenden Tempolimit gegenübergestellt.

Steht in Ihrem Schreiben, dass Sie 21 km/h zu schnell waren, ist damit regelmäßig bereits die vorwerfbare Überschreitung nach Toleranzabzug gemeint. Aus dieser Zahl allein lässt sich der ursprüngliche Messwert vor dem Abzug nicht in jedem Fall eindeutig rekonstruieren.

Weitere Einzelheiten finden Sie unter Toleranzabzug bei Blitzermessungen.

Was sollte bei einer Blitzermessung von 21 km/h zu schnell außerorts geprüft werden?

Sie wurden mit 21 km/h zu schnell außerhalb geschlossener Ortschaften geblitzt und möchten wissen, ob die Messung nachvollziehbar ist? Moderne Messgeräte wie PoliScan Speed, PoliScan FM1, TraffiStar S350 oder ESO ES 8.0 arbeiten nach festgelegten technischen Vorgaben. Trotzdem lohnt es sich, die Angaben im Schreiben mit den konkreten Umständen der Messung abzugleichen.

Je nach Messverfahren und Standort können dabei insbesondere folgende Punkte relevant sein:

  • Tatort und Tempolimit: Stimmen Messstelle, Fahrtrichtung und die zum Tatzeitpunkt geltende Beschilderung mit den Angaben im Schreiben überein?
  • Fahrzeugzuordnung: Lässt sich der Messwert anhand des Messfotos eindeutig Ihrem Fahrzeug zuordnen?
  • Messgerät und Eichung: Welches Messgerät wurde eingesetzt und war es zum Zeitpunkt der Messung gültig geeicht und ordnungsgemäß dokumentiert?
  • Aufbau und Auswertung: Wurden die für das jeweilige Messverfahren vorgesehenen Vorgaben bei Aufbau, Messbetrieb und Auswertung eingehalten?
  • Geschwindigkeit und Toleranz: Passen gemessene Geschwindigkeit, Toleranzabzug und die vorgeworfene Überschreitung rechnerisch zusammen?

Häufig lassen sich die wichtigsten Angaben bereits anhand des Anhörungsbogens oder Bußgeldbescheids überprüfen. Für eine weitergehende Bewertung können zusätzlich Messfoto, Messprotokoll und weitere Verfahrensunterlagen relevant sein.

Häufige Fragen zu 21 km/h zu schnell außerorts

Für einen normalen Pkw oder ein Motorrad gilt im Regelfall: 100 €, 1 Punkt, kein Fahrverbot. Bei einem Bußgeldbescheid können zusätzlich Gebühren und Auslagen entstehen.

Ja. Für diese Überschreitung sieht der Regelsatz 1 Punkt im Fahreignungsregister vor.

Nach dem Regelsatz ist für diese Überschreitung kein Fahrverbot vorgesehen.

Ja. Ab 21 km/h über dem Tempolimit wird die Geschwindigkeitsüberschreitung regelmäßig in das Fahreignungsregister eingetragen und als schwerwiegender A-Verstoß behandelt.

In Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid wird regelmäßig die vorwerfbare Geschwindigkeit nach Toleranzabzug zugrunde gelegt. Der ursprüngliche Messwert lässt sich aus der bloßen Überschreitung nicht immer eindeutig zurückrechnen.

Passende Vergleiche und Ratgeber

Rechtsgrundlagen & Quellen

Grundlagen für Bußgelder, Fahrverbote, Gebühren und Toleranzabzug.

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