Bußgeldkatalog 2026: Aktuelle Strafen, Punkte & Fahrverbote
Informieren Sie sich über die bundesweit gültigen Strafen für Verkehrsverstöße sowie über weitere Themen im Verkehrsrecht.
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Der Bußgeldkatalog ist das zentrale Regelwerk für Deutschlands Straßen. Hier erfahren Sie weitere Informationen über die rechtliche Basis und die Gültigkeit.
Der Bußgeldkatalog (offiziell: Bußgeldkatalog-Verordnung, kurz BKatV) ist ein Verzeichnis, das festlegt, welche Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr welche Sanktion nach sich zieht. Er sorgt dafür, dass Verstöße gegen die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) nicht willkürlich, sondern nach einem standardisierten System bestraft werden.
Ziel ist die Verkehrserziehung und die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Abschreckung und konsequente Ahndung von Fehlverhalten.
Ja, der Bußgeldkatalog ist eine bundeseinheitliche Rechtsverordnung. Das bedeutet: Ob Sie in Berlin, München oder auf einer einsamen Landstraße in Mecklenburg-Vorpommern geblitzt werden – die Regelsätze für das Bußgeld, die Punkte und das Fahrverbot sind identisch.
Die Durchführung (also das Versenden der Bescheide) obliegt jedoch den jeweiligen Bußgeldstellen der Länder oder Kommunen, weshalb sich die Bearbeitungszeiten und die Optik der Schreiben unterscheiden können.
Das deutsche Verkehrsrecht stützt sich auf drei Säulen:
- StVG (Straßenverkehrsgesetz): Das Rahmengesetz, das die grundsätzlichen Regeln und Haftungsfragen klärt.
- StVO (Straßenverkehrs-Ordnung): Hier stehen die konkreten Regeln für das Verhalten im Verkehr (z.B. Rechtsfahrgebot, Vorfahrt, Geschwindigkeiten).
- BKatV (Bußgeldkatalog-Verordnung): Diese Verordnung verknüpft die Verstöße gegen die StVO mit den konkreten Strafen (Geld, Punkte, Fahrverbot).
Der offizielle Herausgeber ist das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV). Das Ministerium erlässt die Verordnungen mit Zustimmung des Bundesrates.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg fungiert dabei als zentrale Registerbehörde, die das Fahreignungsregister (FAER) führt und die Punkte verwaltet, die auf Basis des Bußgeldkatalogs vergeben werden.
Die Fristen für die Verfolgungsverjährung sind strikt geregelt, hängen aber vom aktuellen Stand des Verfahrens ab:
- 3 Monate Frist: Diese gilt für allgemeine Verkehrsverstöße (wie Speeding oder Rotlicht), solange noch kein Bußgeldbescheid erlassen wurde.
- Ausnahmen: Verstöße gegen die 0,5-Promille-Grenze oder Drogen am Steuer sind von der kurzen 3-Monats-Frist ausgenommen.
- Unterbrechung der Verjährung: Die Frist beginnt von neuem, wenn die Behörde Maßnahmen wie die Versendung eines Anhörungsbogens, eine richterliche Vernehmung oder die Beauftragung eines Sachverständigen vornimmt. Ein Zeugenfragebogen unterbricht die Verjährung für den eigentlichen Fahrer hingegen meist nicht.
- 6 Monate Frist: Sobald ein Bußgeldbescheid erlassen wurde, verlängert sich die Verjährungsfrist auf sechs Monate.
Ja, jedoch nur als sogenannte Ersttäter. Wenn gegen Sie in den letzten 24 Monaten vor dem neuen Verstoß kein Fahrverbot verhängt wurde, gewährt Ihnen die Behörde eine Schonfrist von vier Monaten ab Rechtskraft des Bescheids.
Innerhalb dieses Zeitraums können Sie den Führerschein zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl (z.B. im Urlaub) in amtliche Verwahrung geben. Wiederholungstäter haben dieses Privileg nicht; hier wird das Fahrverbot sofort mit Rechtskraft wirksam.
Studien und Auswertungen von Sachverständigen zeigen regelmäßig, dass ein erheblicher Teil der Messungen angreifbar ist. Häufige Fehlerquellen im Bußgeldverfahren 2026 sind:
- Abgelaufene Eichfristen der Messgeräte.
- Fehlerhafter Aufbau (falscher Winkel zur Fahrbahn).
- Zuordnungsprobleme bei mehreren Fahrzeugen im Messbereich.
- Fehlende Schulungsnachweise der messenden Beamten.
- Formfehler im Bescheid selbst (falsche Paragraphen oder Fristen).
Ein spezialisierter Anwalt kann durch Einsicht in die vollständige Messakte diese Fehler aufdecken und das Verfahren oft zur Einstellung bringen.
Redaktion Blitzerkatalog.org
Dieser Beitrag wurde von unserer Fachredaktion in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsexperten Andreas Junge erstellt. Wir prüfen die Inhalte regelmäßig auf Basis der aktuellen StVO-Novellen 2026, um Ihnen höchste Transparenz und Rechtssicherheit zu bieten.