9 km/h zu schnell außerorts gefahren: Welches Bußgeld droht 2026?

Hier finden Sie die aktuellen Strafen für eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 9 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften und können Ihre Blitzermessung kostenlos auf Messfehler prüfen lassen.

Akt. am: 21.02.2026, 17:03
Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts: Mobiler Blitzer im Einsatz

Aktueller Bußgeldkatalog 2026

Sie wurden außerorts mit 9 km/h über dem gültigen Tempolimit geblitzt? Der Bußgeldkatalog 2026 gilt bundesweit und sieht für PKW- und Motorradfahrer folgende Strafen vor:

  • Bußgeld: 20 €
  • Punkte in Flensburg: keine Punkte
  • Fahrverbot: kein Fahrverbot

Eine Überschreitung von 9 km/h außerorts wird von der zuständigen Bußgeldstelle als geringfügige Ordnungswidrigkeit eingestuft. In diesem Bereich drohen weder keine Punkte in Flensburg noch ein Fahrverbot. Sie erhalten lediglich ein Verwarnungsgeld. Die angezeigten Beträge sind die reinen Verwarngelder ohne zusätzliche Gebühren und Auslagen.

Wenn Sie das Verwarnungsgeld für eine geringfügige Überschreitung von 9 km/h nicht begleichen, wird die Bußgeldstelle einen Bußgeldbescheid versenden. Dieser ist dann mit der Verwaltungsgebühr von 25 € plus 3,50 € für Auslagen verbunden.

Km/h
Punkte Fahrverbot Einspruch
0-10 20 € 0 - eher nicht
11-15 40 € 0 - eher nicht
16-20 60 € 0 - Kostenlos prüfen
21-25 100 € 1 - Kostenlos prüfen
26-30 150 € 1 1 Monat** Kostenlos prüfen
31-40 200 € 1 1 Monat** Kostenlos prüfen
41-50 320 € 2 1 Monat Kostenlos prüfen
51-60 480 € 2 2 Monate Kostenlos prüfen
61-70 600 € 2 2 Monate Kostenlos prüfen
über 70 700 € 2 3 Monate Kostenlos prüfen

* Bitte beachten Sie: Die Gebühren eines Bußgeldbescheides betragen 25 € bzw. max. 5% des Bußgeldbetrages. Dazu kommen noch Auslagen in Höhe von 3,50 € für den Postversand. Diese werden beim Aktivieren der Checkbox mit berücksichtigt.

** Ein Fahrverbot von 1 Monat droht, wenn innerhalb eines Jahres zweimal die Geschwindigkeitsbegrenzung um mehr als 26 km/h überschritten wird.

km/h
P FV Einspruch
0-10 20 € 0 - eher nicht
11-15 40 € 0 - eher nicht
16-20 60 € 0 - eher nicht
21-25 100 € 1 - Jetzt prüfen
26-30 150 € 1 1M** Jetzt prüfen
31-40 200 € 1 1M** Jetzt prüfen
41-50 320 € 2 1 M. Jetzt prüfen
51-60 480 € 2 2 M. Jetzt prüfen
61-70 600 € 2 2 M. Jetzt prüfen
über 70 700 € 2 3 M. Jetzt prüfen

BG. = Bußgeld, P = Punkte, FV = Fahrverbot

* Bitte beachten Sie: Die Gebühren eines Bußgeldbescheides betragen 25 € bzw. max. 5% des Bußgeldbetrages. Dazu kommen noch Auslagen in Höhe von 3,50 € für den Postversand. Diese werden beim Aktivieren der Checkbox mit berücksichtigt.

** Ein Fahrverbot von 1 Monat droht, wenn innerhalb eines Jahres zweimal die Geschwindigkeitsbegrenzung um mehr als 26 km/h überschritten wird.

Die Strafen in der Bußgeldtabelle für Geschwindigkeit sind Regelsätze aus dem Bußgeldkatalogs 2026. Beachten Sie, dass eine Überschreitung von 9 km/h zu schnell außerorts unter bestimmten Umständen anders beurteilt werden kann, z.B. bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs, einem Verkehrsunfall oder wenn Sie bereits mehrfach einen Bußgeldbescheid aufgrund von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr erhalten haben.

Weitere Sanktionen in der Probezeit

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 9 km/h außerorts, zum Beispiel bei erlaubten 100 km/h mit 109 km/h wird nicht als A- oder B-Verstoß gewertet. Sofern Sie sich noch in der Probezeit befinden, hat dies in der Regel keine Auswirkungen auf die Dauer Ihrer Probezeit:

  • Es bleibt bei einem Verwarn- oder Bußgeld gemäß Katalog.
  • Keine Anordnung eines Aufbauseminars (ASF).
  • Keine Verlängerung der Probezeit.

Informationen zum Toleranzabzug

Bei Geschwindigkeitsmessungen wird immer ein Toleranzabzug vorgenommen, um Messungenauigkeiten auszugleichen. Dies gilt auch für Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts, wie Ihre von 9 km/h.

Der Toleranzabzug beträgt bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h 3 km/h. Bei über 100 km/h werden 3% der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Der Wert, der Ihnen im Bußgeldbescheid vorgeworfen wird, ist bereits die Geschwindigkeit nach diesem Abzug.


Welche Messfehler können auftreten?

Ihnen wird eine Tempoüberschreitung von 9 km/h außerorts vorgeworfen – etwa wenn Sie in einer 100er-Zone mit 109 km/h (nach Toleranz) gemessen wurden? Auch wenn moderne Geräte wie der PoliScan Speed, Poliscan Fm1 oder der Traffistar S350 präzise wirken, zeigt die Praxis: Messfehler sind an der Tagesordnung.

Häufige Ursachen für eine erfolgreiche Anfechtung bei 9 km/h zu viel außerorts sind:

  • Falscher Messwinkel: Schon minimale Abweichungen führen zu deutlich überhöhten Werten.
  • Zuordnungsprobleme: Befinden sich mehrere Fahrzeuge im Messbereich, ist das Foto oft nicht eindeutig zuordenbar.
  • Fehlende Eichung: Ist das Messgerät zum Zeitpunkt des Blitzes nicht gültig geeicht, darf der Wert nicht verwertet werden.
  • Bedienfehler: Mobile Blitzer müssen exakt nach Schulungsprotokoll aufgebaut sein – hier patzen Behörden oft.

Ein Einspruch lohnt sich besonders dann, wenn Punkte oder ein Fahrverbot drohen. Da die Behörden die Messprotokolle selten freiwillig mitschicken, sollte ein Experte Akteneinsicht fordern, um die Beweiskette auf Lücken zu prüfen.

Einspruch kostenlos prüfen

Sie haben einen Bußgeldbescheid wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 9 km/h außerorts erhalten und sind unsicher, ob die Messung korrekt war? Oder fragen Sie sich, ob ein Einspruch in Ihrem Fall sinnvoll ist?

Nutzen Sie unseren kostenlosen und unverbindlichen Blitzer-Check! Unser Experte für Verkehrsrecht prüft Ihre Messung von 9 km/h außerorts auf mögliche Fehler und zeigen Ihnen auf, welche Erfolgschancen ein Einspruch hätte. Oft lassen sich Bußgelder reduzieren oder sogar ganz vermeiden.

Bußgeldkatalog innerorts & außerorts

Wählen Sie Ihre exakte Geschwindigkeitsüberschreitung, um die Konsequenzen (Bußgeld, Punkte, Fahrverbot) gemäß aktuellem Bußgeldkatalog 2026 zu prüfen.

Datenbasis: Aktuelle StVO-Novelle Zum Bußgeldkatalog 2026

Redaktion Blitzerkatalog.org

Dieser Beitrag wurde von unserer Fachredaktion in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsexperten Andreas Junge erstellt. Wir prüfen die Inhalte regelmäßig auf Basis der aktuellen StVO-Novellen 2026, um Ihnen höchste Transparenz und Rechtssicherheit zu bieten.