Superblitzer in Dresden: Hier stehen die drei Blitzeranhänger aktuell

Oliver Godolt, Fachredakteur für Verkehrsrecht bei Blitzerkatalog.org
Oliver Godolt Fachredakteur für Verkehrsrecht

Dresden setzt drei semistationäre Blitzeranhänger ein, die regelmäßig ihren Standort wechseln. Wir zeigen die zuletzt gemeldeten Positionen – und erklären, welche Messtechnik Dresden für seine Superblitzer getestet hat.

Superblitzer in Dresden: aktuelle Standorte der drei Blitzeranhänger
Dresden setzt drei semistationäre Blitzeranhänger ein, die regelmäßig ihren Standort wechseln.

Superblitzer Dresden: Zuletzt gemeldete Standorte

  • Zschertnitzer Straße: Höhe Haltestelle Clausen-Dahl-Straße, stadtauswärts – Tempo 30.
  • Zellescher Weg: Höhe Zellescher Weg 9, Richtung Fritz-Foerster-Platz – Tempo 50.
  • Dresdner Straße in Langebrück: Richtung Flughafen, kurz vor der Haltestelle Langebrück Lindenhof 1 – Tempo 30.
  • Anzahl: Dresden setzt inzwischen drei semistationäre Blitzeranhänger ein.
  • Messtechnik: Dresden hat vor dem dauerhaften Einsatz sowohl den TraffiStar S350 als auch den PoliScan FM1 als Blitzeranhänger getestet.

Wo stehen die Superblitzer in Dresden aktuell? Diese Frage lässt sich bei den drei semistationären Blitzeranhängern nur mit einem konkreten Stand beantworten. Die Enforcement Trailer des Dresdner Ordnungsamtes können mehrere Tage an einer Stelle messen und anschließend an einen anderen Standort versetzt werden.

Nach den jüngsten öffentlich verfügbaren Standortmeldungen wurden die drei Blitzeranhänger zuletzt auf der Zschertnitzer Straße, dem Zelleschen Weg sowie auf der Dresdner Straße in Langebrück gemeldet.

Stand: 8. September 2026. Die Blitzeranhänger können kurzfristig umgesetzt werden. Die Angaben zeigen die zuletzt öffentlich gemeldeten Standorte und nicht zwingend eine Echtzeitposition.

Die drei Dresdner Superblitzer im Überblick

Standort Fahrtrichtung Tempolimit
Zschertnitzer Straße
Höhe Haltestelle Clausen-Dahl-Straße
stadtauswärts 30 km/h
Zellescher Weg
Höhe Hausnummer 9
Richtung Fritz-Foerster-Platz 50 km/h
Dresdner Straße, Langebrück
vor Haltestelle Lindenhof 1
Richtung Flughafen 30 km/h

Superblitzer auf der Zschertnitzer Straße: Tempo 30

Der jüngste öffentlich gemeldete Standort befindet sich auf der Zschertnitzer Straße. Der Blitzeranhänger mit dem Kennzeichen HWI VE 167 wurde dort in Höhe der Haltestelle Clausen-Dahl-Straße gemeldet und überwacht den Verkehr stadtauswärts.

An dieser Stelle gilt Tempo 30. Auffällig ist die Positionierung: Der graue Anhänger steht vor Glas- und Altpapiercontainern und fügt sich dadurch vergleichsweise unauffällig in das Straßenbild ein. Zuvor war dieses Gerät unter anderem auf der Güntzstraße eingesetzt worden.

Zellescher Weg: Grüner Blitzeranhänger bei Tempo 50

Der dunkelgrüne Enforcement Trailer mit dem Kennzeichen HWI VE 213 wurde zuletzt auf dem Zelleschen Weg gemeldet. Er steht nach der jüngsten veröffentlichten Standortmeldung auf der rechten Fahrbahnseite ungefähr in Höhe Zellescher Weg 9.

Gemessen wird in Richtung Fritz-Foerster-Platz. Dort gilt Tempo 50. Kurz zuvor hatte derselbe Anhänger noch an der Bürgerwiese gestanden. Genau diese schnellen Standortwechsel gehören zum Konzept der Dresdner Superblitzer.

Dresdner Straße in Langebrück: Tempo 30

Der dritte Anhänger mit dem Kennzeichen HWI VE 159 wurde zuletzt auf der Dresdner Straße im Stadtteil Langebrück gemeldet.

Die Anlage steht nach der jüngsten Standortmeldung in Fahrtrichtung Flughafen kurz vor der Haltestelle Langebrück Lindenhof 1. In diesem Bereich gilt Tempo 30. Der Anhänger besitzt inzwischen ebenfalls eine dunkelgrüne Gestaltung.

Welche Messtechnik steckt in Dresdens Superblitzern?

Interessant wird es beim Blick auf die Technik. Die Landeshauptstadt Dresden hat vor dem dauerhaften Einsatz der Blitzeranhänger nicht nur ein System ausprobiert, sondern zwei unterschiedliche semistationäre Messanlagen ausführlich getestet.

Zunächst kam 2024 die TraffiStar S350 Enforcement Trailer Semistation von Jenoptik zum Einsatz. Anschließend testete das Ordnungsamt einen PoliScan FM1 Enforcement Trailer von Vitronic. Beide Systeme arbeiten mit Lasertechnik und ermöglichen länger andauernde Geschwindigkeitskontrollen, ohne dass dauerhaft Messpersonal neben dem Gerät stehen muss.

Getestetes System Hersteller Auslösungen im Dresdner Test
TraffiStar S350 Jenoptik 17.157
PoliScan FM1 Vitronic 13.031

Diese Zahlen stammen aus der Blitzer-Bilanz der Landeshauptstadt Dresden für das Jahr 2024. Sie sind allerdings kein direkter Qualitätsvergleich der beiden Messgeräte: Standorte, Verkehrsaufkommen und Einsatzbedingungen unterschieden sich während der beiden Testphasen.

Bemerkenswert ist vielmehr die Häufigkeit der Standortwechsel. Nach Angaben der Stadt wurden die getesteten Anhänger ungefähr alle drei bis vier Tage umgesetzt. Zum Einsatz kamen sie insbesondere vor Schulen, an Unfallschwerpunkten und an anderen Stellen mit erhöhtem Überwachungsbedarf.

TraffiStar S350: Laserblitzer für den semistationären Einsatz

Der TraffiStar S350 misst mittels LIDAR-Technik. Dabei werden Laserimpulse fächerförmig über die Fahrbahn ausgesendet. Aus den gemessenen Entfernungsveränderungen über die Zeit wird die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs bestimmt.

Das System kann nicht nur stationär installiert werden, sondern auch in einer sogenannten Enforcement-Trailer-Semistation. Dadurch lässt sich moderne Lasermesstechnik für mehrere Tage an einem Standort einsetzen und anschließend vergleichsweise schnell an eine andere Messstelle versetzen.

Auch der PoliScan FM1 nutzt das LIDAR-Verfahren und wird ebenfalls in gepanzerten semistationären Blitzeranhängern eingesetzt.

Welches Messgerät steckt aktuell in welchem Dresdner Anhänger?

Eine pauschale Zuordnung der drei aktuell verwendeten Kennzeichen zu TraffiStar S350 oder PoliScan FM1 wäre derzeit nicht sauber. Die öffentlich verfügbaren Meldungen nennen zwar die Kennzeichen und Standorte der Dresdner Anhänger, weisen den einzelnen Geräten aber nicht durchgehend einen konkreten Typ der Messtechnik zu.

Deshalb nennen wir für einen aktuellen Dresdner Standort nur dann einen bestimmten Gerätetyp, wenn dieser für den betreffenden Anhänger belastbar bestätigt ist. Sicher belegt ist dagegen, dass Dresden beide Systeme im praktischen Einsatz getestet hat und sich das Konzept der semistationären Geschwindigkeitsüberwachung anschließend dauerhaft etabliert hat.

Warum wechseln die Dresdner Superblitzer so häufig den Standort?

Genau darin liegt der wesentliche Unterschied zu einem festen Blitzer. Ein Enforcement Trailer verfügt über eine eigene Energieversorgung und kann mehrere Tage weitgehend autonom messen. Danach lässt er sich an eine andere Stelle transportieren.

Damit kann die Stadt auf wechselnde Gefahrenstellen reagieren, ohne an jeder Straße eine dauerhafte Messsäule errichten zu müssen. Dresden nutzt diese Flexibilität unter anderem für Schulbereiche, Unfallstellen und Straßenabschnitte, an denen Geschwindigkeitsüberschreitungen gezielt kontrolliert werden sollen.

Seit Mai 2026 verfügt Dresden über drei Blitzeranhänger. Alle drei arbeiten nach Angaben des Ordnungsamtes akkubetrieben und können dadurch mehrere Tage ohne externe Stromversorgung am jeweiligen Standort messen.

Weitere Blitzer in Dresden

Neben den wechselnden Blitzeranhängern gibt es in Dresden zahlreiche weitere stationäre und mobile Messstellen. In unserer Übersicht der Blitzer in Dresden finden Sie bekannte Standorte, Fahrtrichtungen, Tempolimits und hinterlegte Messgeräte.

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